In Dauborn und Kirberg wurde der Schinken bevorzugt

Kirberger Kita-Kinder gehen am 17. Februar singen

Nach altem Brauch ziehen im Nassauer Land am Fastnachtsdienstag die Kinder verkleidet von Haus zu Haus und bitten mit einem lustigen Lied um Süßigkeiten.

„Ho, ho, ho, die Fassenoacht is do. Gieh mer mo ins Hinkelhaus, hol en Korbb voll Eier raus“ – die traditionellen Zeilen wurden von Generation zu Generation mündlich weitergegeben, in jedem Ort kennt man darüber hinaus ganz eigene Strophen oder hat feine Unterschiede in der Mundart. So soll man in Kirberg die “Bloutworscht” und in Dauborn die “Ribbe” hängen lassen und den fröhlichen Sängern lieber ein Stück vom Schinken mit auf den Weg geben. 

Die Kinder der Kindertagesstätte Kirberg wollen gemeinsam mit ihren Erzieherinnen und Erziehern am Dienstagvormittag, 17. Februar bunt kostümiert in Gruppen durch den Flecken ziehen. Sie freuen sich darauf, ihr Lied in „Kerberjer Platt“ vorzusingen und dafür mit etwas „Schnuckelzeug“ entlohnt zu werden. Der Verein EINST UND JETZT e.V., der diese Tradition 2011 wieder angeregt hatte, organisiert einige Anlaufstellen für die Kita-Kinder bei Kirberger Geschäftsleuten.

Natürlich ziehen an diesem Tag auch die Schulkinder durch die Straßen. „Alle Kirberger, die besucht werden möchten, können ihr Haus mit bunten Luftballons kennzeichnen“, schlägt Sandra Walther von EINST UND JETZT e.V. vor. So ist für die Kinder leicht zu erkennen, wo jemand zu Hause ist und sich mit einer Schüssel Süßigkeiten auf die kleinen Sänger vorbereitet hat.

Und wer Nachhilfe beim Liedtext braucht: Dieser hängt im Fenster des Historischen Museums im Alten Rathaus in Kirberg, Burgstraße 38 aus.