NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur
„Die Gesellschaft ist vernetzt – familiär, im Freundeskreis, in Vereinen oder beruflich. Unser Netzwerk basiert auf Jahrhunderten voller Austausch, Bewegung und Zusammentreffen“ – mit diesen Worten beschreibt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz das diesjährige Motto zum bundesweiten Tag des offenen Denkmals. Ganz besonders geht es in diesem Jahr um die Punkte „Versorgung, Verbindung und Verkehr“.
Zu diesen Dreh- und Angelpunkten der Vernetzung kann auch das Historische Museum im Alten Rathaus in Kirberg beitragen. Für die „Versorgung“ waren einst die kleinen Geschäfte zuständig, die in jedem Dorf zu finden waren – jetzt erinnert der Tante-Emma-Laden aus Mensfelden, der in den Räumen des Museums wieder aufgebaut wurde, daran. Für die „Verbindung“ sorgte einst unter anderem die Ortsrufanlage, deren Geschichte im Alten Rathaus dargestellt wird. Das Thema „Verkehr“ hatte der Verein EINST UND JETZT e.V. bereits vor einigen Jahren in einer Sonderausstellung aufgegriffen – ausgewählte Fotos und die Planungen zur Bahnstrecke, die von Niederbrechen nach Kirberg gebaut werden sollte, erinnern daran.
All diese Punkte haben dazu beigetragen, dass neue kulturelle Einflüsse, Mode und Design ihren Weg auch in den ländlichen Raum fanden. Mit der Sonderausstellung „Zeitsprung 1976“ bringt der Verein daher ein paar besondere Hingucker in und vor das Museum – schrille Farben und auffällige Muster einbegriffen.
Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 13. September ist das Historische Museum im Alten Rathaus, Burgstraße 38 in Kirberg von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Auch die Burg kann an diesem Tag besichtigt werden, ebenso die evangelische Pfarrkirche. Um 14 Uhr und um 15.30 Uhr wird jeweils eine Führung durch die Kirche angeboten.